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Sie befinden sich hier:
ARCHIV »VERMISCHTES »2007 » JANUARWETTER 2008
Deutschlandwetter im Januar 2008 - Erheblich zu mild und erneut kaum Schnee
Offenbach, 30. Januar 2008. DWD. Sieht man vom unmittelbaren Alpenrand einmal
ab, blieb Deutschland nach dem Dezember nun auch im Januar nahezu völlig
ohne Schnee. Niederschläge fielen nach Norden zu zwar reichlich, aber hauptsächlich
als Regen, denn die Temperaturen lagen allgemein deutlich über den vieljährigen
Mittelwerten.
Fast überall begannen bereits Hasel und Erle zu blühen. Pollenallergiker
bekamen dies zu spüren, zudem in der Südhälfte Deutschlands die
Sonne häufiger schien als sonst üblich. Das meldet der Deutsche Wetterdienst
(DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 100 Messstationen.
Besonders in der zweiten Dekade verbreitet frühlingshaft
Deutschlandweit lag die mittlere Temperatur bei etwa 3,6 Grad Celsius (°C)
und somit um 4,1 Grad über dem Klimawert von -0,5°C.
Die im Durchschnitt wärmsten Bundesländer waren Nordrhein-Westfalen
und Bremen mit 5,1°C und Niedersachsen mit 5,0°C. Am kältesten
war es im Süden: Bayernmit 2,0°C und Baden-Württemberg mit 2,9°C.
In Thüringen verzeichnete man mit plus 4,8 Grad die höchste Temperaturabweichung.
Zu Beginn und am Ende des zweiten Monatsdrittels war es besonders mild. So meldeten
am 11. Müllheim im Markgräflerland immerhin 16,1°C und am 19.
Freiburg im Breisgau 14,9°C. Im Süden waren Anfang des Monats über
den noch vorhandenen Schneeflächen in einigen Alpentälern noch Nachttemperaturen
unter -20 Grad gemessen worden, z.B. Reit im Winkl mit -22,6°C.
Im Norden deutlich feuchter als im Süden Deutschlands
Über das nördliche Deutschland zogen im Januar häufig atlantische
Tiefausläufer, bevor sie einen Bogen Richtung Skandinavien einschlugen.
Der Süden befand sich dagegen meist unter Hochdruckeinfluss. So war es
im Süden ungewöhnlich schneearm, während im Norden, z.B. im Raum
Berlin/Brandenburg, an einigen DWD-Stationen, wie Manschnow, sogar neue Monatsrekorde
verzeichnet wurden.
Deutschlandweit betrug die Niederschlagsmenge 72 Liter pro Quadratmeter (l/m²),
also 119 Prozent des langjährigen Mittels von 61 l/m². In Berlin fielen
106 l/m² und damit sogar 255 Prozent des Solls. Die größten
24-stündigen Mengen wurden am 19. aus dem Harz gemeldet. An diesem Tag
fielen in Braunlage 64,6 l/m² und in Clausthal-Zellerfeld 63,1 l/m².
Im Norden trüb - im Süden sonnig
Beim Sonnenschein übertraf der Januar in Deutschland mit 56 Sonnenscheinstunden
das Soll von 44 Stunden um 28 Prozent. Besonders sonnig war es in Baden-Württemberg
mit etwa 81 Stunden und in Bayern mit 75 Stunden. In Bremen und Schleswig-Holstein
schien dagegen die Sonne nur 22 bzw. 26 Stunden.
Temperaturen in den Bundesländern im Januar 2008 (Monatsmittelwerte
und Abweichungen vom vieljährigen Mittel)
Bundesland
|
Monatsmittel* |
Abweichung* |
| Baden-Württemberg |
2,9°C |
3,6 Grad |
Bayern
|
2,0°C |
3,9 Grad |
| Berlin |
3,8°C |
4,3 Grad |
| Brandenburg |
3,6°C |
4,4 Grad |
| Bremen |
5,1°C |
4,2 Grad |
| Hamburg |
4,9°C |
4,4 Grad |
| Hessen |
3,8°C |
4,2 Grad |
Mecklenburg-Vorpommern
|
3,4°C |
4,0 Grad |
| Niedersachsen |
5,0°C |
4,4 Grad |
| Nordrhein-Westfalen |
5,1°C |
3,9 Grad |
| Rheinland-Pfalz |
3,9°C |
3,7 Grad |
| Saarland |
3,9°C |
3,4 Grad |
| Sachsen |
3,1°C |
4,3 Grad |
| Sachsen-Anhalt |
4,3°C |
4,6 Grad |
| Schleswig-Holstein |
4,4°C |
4,1 Grad |
| Thüringen |
3,5°C |
4,8 Grad |
*Alle in dieser Pressemitteilung genannten Monatswerte sind vorläufige
Werte. Die notwendigen Daten der letzten beiden Tage des letzten Monats basieren
auf Prognosen.
Bis Redaktionsschluss standen nicht alle Messungen des Stationsnetzes des DWD
zur Verfügung.
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