Hallanzeiger - Online Anzeiger für Halle Saale Donnerstag, 04.12.2008
Startseite • Newsletter • Kontaktformular • Archiv • Suche  

Balogh Druckerzubehör

Reifendienst Schröder

Hallescher Schlüsseldienst GmbH

Stadtwirtschaft GmbH Halle

edv -Beratung dr.bittrich

Halle Aktuell
Lokalnachrichten    
Polizeimeldungen    
Aus dem Rathaus    
Behördenwegweiser    
Sachsen-Anhalt Info    
Tiere & mehr    
Anzeigenmarkt
Kleinanzeigenmarkt    
Branchen von A-Z    
Wohnungssuche    
Tiervermittlung    
Wohin in Halle
Kultur & Kino    
Terminkalender    
Kneipen&Gaststätten    
Infothek
Verbrauchertipps    
Vermischtes    
Links für Hallenser    
Hobbytipps    
Leserbriefe    
Service
Sperrmüllentsorgung    
Schadstoffmobiltour    
Postleitzahlen    
Notrufnummern    
Tiernotdienst    
Apothekennotdienst    
Wir über uns
Werbung    
Statistik    
Bannerwerbung    
Impressum    

Sie befinden sich hier: LESERBRIEFE » KEINER WILL MICH...

Warum will mich keiner?

Bericht einer verzweifelten Hündin, die endlich ein Zuhause sucht

Was nützt mir schon meine Schönheit, mein weiches, welliges Fell, wenn mich doch keiner will? "Na, so eine Süße und superlieb. Na Cindy, komm her!" wann hat das das letzte Mal einer gesagt? Gestern? Und was is heute? Wer nimmt heute schon eine Rottweilerhündin, noch dazu, wenn sie schon fünf Jahre aufm Buckel hat! Mein Gott, wie oft ich den krumm gemacht habe, vor Angst, vor Schmerz.
Wo sich heute schließlich jeder zu jeder Zeit seinen Hund holen kann, Traumhund - ein Rotti is keiner mehr, das war vielleicht mal. Viel zu groß und teuer die Steuer und überhaupt, is das gar ein "Kampfhund"? Ja, so denken Leute heute. Dabei bin ich ziemlich klein für eine Rottweilerin. Und lieb bin ich auch, weiß der Himmel, warum. Von wegen Kampfhund. Vielleicht, daß mich doch jemand will, mich wie ich bin?
Nein, das kann wirklich keiner sagen, daß es mir gut gegangen is. Immer gesoffen hat er, mein Herr, und ich hab immer gewartet. Er hat mich vergessen, und ich hab solchen Hunger gehabt. Und nur in der Wohnung konnte nich weg, wenn er draufgehauen hat, am schlimmsten auf den Kopf, die Ohren. Na gut, so schlecht war er auch wieder nich, wenn er nüchtern war, is er Gassi mit mir vor die Tür, bis zum Bier. Ich habs ihm nich übelgenommen, ihm nich, den anderen nich. Der Tierschutz hat mich dort geholt oder das, was noch übrig war von mir. Ich kam dahin, dorthin, immer schon Hunde da oder langschwänzige Pelzer, vor mir, besser dran. Aber ich wollte meinen Menschen für mich. Hab sie weggebissen, die Konkurrenz. Da mußte ich weg. Wieder Katzen, Hunde, kein Mensch und kein Ort, nirgendwo nur für mich. Schließlich die Verliebten, Familie: Mutter, Vater, ich, der Hund. Waren erst gut zu mir, jedenfalls auszuhalten. Bis sie ging. Dann hat er mich gehasst. Obwohl ich doch geblieben bin! Und zugeschlagen auch, egal wohin. Es tat weh, weh, weh, konnte nich weg. Bis die vom Tierschutz mich geholt haben. Oder das, was noch von mir übrig war. Nichts mit weichem, welligen Fell, nur Augen. Jetzt in der Wohnung für paar Tage, bis ich weg muß, weil das Andere kommt, das, was hingehört. Wieder weg. Weiß einer wohin? Nich in Zwinger, ich bin ein Wohnungshund. Nein keiner der geschlagen werden darf und gar nich so groß für einen Rotti. Keine Hunde und Katzen, jemand für mich. Ich bin superlieb. Ein superliebes Haustier, gar nich so groß für eine Wohnung und mit weichem, welligen Fell.
Ich will doch nur, daß endlich einer gut zu mir is. Is das schon zuviel?

E. Hufenreuther

 

Seite bereitgestellt in 0.032s - © 2001-2008 wag