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Zweite Museumsnacht in Halle und Leipzig

Halzig & Leiple werden wieder aktiv: Am Samstag, dem 24. April 2010, verwandeln sich Leipzig und Halle zum zweiten Mal in das unschlagbare Museumsnacht-Duo. Sie mustern sich wieder über den Gartenzaun, besser gesagt, über die Ländergrenzen hinweg, augenzwinkernd, mit Aufmerksamkeit und Sympathie. Diesmal gilt es, die “Schöne Nachbarin!“ zu entdecken. Und dafür gibt es in den knapp 70 beteiligten Museen und Sammlungen ausreichend Gelegenheit.

Für einen Besuch bei der „Schönen Nachbarin!“ ist Mobilität Voraussetzung. Auch dafür ist gesorgt: Die Eintrittskarte zur Museumsnacht zum Preis von acht Euro (ermäßigt sechs Euro und vier Euro für Leipzig-Pass bzw. Halle-Pass-Inhaber) ist zugleich auch das Ticket für sämtliche Sonderlinien zur Museumsnacht, für die regulären Verkehrsmittel in beiden Städten und für den Regionalverkehr zwischen Halle und Leipzig. Eintrittskarten (zum Preis von 8 Euro, ermäßigt für 6 Euro und oder für Inhaber des Halle-Passes, des Leipzig-Passes und des Familien-Passes Sachsen-Anhalt für 4 Euro) gibt es an vielen Vorverkaufsstellen und an den Abendkassen der Ausstellungsorte.

Die beteiligten Museen und Sammlungen halten in der Zeit von 18 bis 1 Uhr ihre Türen weit offen. Mit dabei sind so bekannte Häuser wie das Museum der bildenden Künste in Leipzig mit der großen Neo-Rauch-Ausstellung und das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle mit der Himmelsscheibe von Nebra, aber auch nicht ganz so bekannte wie die Automatiksammlung der Hochschule für Wirtschaft, Technik und Kultur Leipzig und der Geologische Garten der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg.
Neu dabei sind in Halle die Bildungs- und Begegnungsstätte Deutsche Einheit im Geburtshaus von Hans-Dietrich Genscher, die Galerie im Volkspark, Galerie der Burg Giebichenstein, Hochschule für Kunst und Design, die Gedenkstätte Roter Ochse, die Geschichtswerkstatt Halle-Neustadt im NBZ „Pusteblume“ sowie das Museum für Haustierkunde „Julius Kühn“ der Martin-Luther-Universität. In Leipzig sind die Sammlungen des Technologiecentrums für Jugendliche - GaraGe, des Museums im Trafohaus, die Kunstsammlungen der Universität sowie die Kunstsammlungen der Verbundnetz Gas AG hinzugekommen. Außerdem kann das wiedereröffnete Bach-Museum bestaunt werden.

Viele Museen haben sich auch etwas Besonderes ausgedacht: Das Antikenmuseum und die Professur für Ur- und Frühgeschichte der Universität Leipzig rufen mit der „Nachbarschaftshilfe“ ab 19 Uhr zum Mitmachen auf den Nikolaikirchhof auf. Zur Erinnerung an den legendären Lauf von Marathon nach Athen müssten 422 Läuferinnen und Läufer eine Strecke von je 100 Metern zurücklegen. Alle Gäste, Besucherinnen und Besucher sind zum Mitlaufen eingeladen und es gibt auch eine Siegesfeier.

Außerdem: Es gibt nicht nur Bambis und Oscars, in Leipzig wird jährlich „Die Goldene Meise“ als Würdigung von hervorragendem Engagement für den Durchblick e. V., die Interessengemeinschaft Psychiatriebetroffener, verliehen. Die erste „Goldene Meise“ wurde an Meigl Hoffmann in der Museumsnacht 2005 verliehen, im vergangenen Jahr erhielt die Journalistin Angelika Raulien diesen Preis.
Die schöne Nachbarstadt Halle und die schöne Nachbarstadt Leipzig haben im vergangenen Jahr erstmalig ein Spiel im Gemischten Doppel erlebt. In beiden Städten gehören die Museumsnächte seit dem Jahr 2000 zu den kulturellen Jahreshöhepunkten.

Weitere Informationen im Internet unter http://www.halzigundleiple.de
Quelle: News d. Stadt

Galerie der Burg Giebichenstein - erstmals zur Museumsnacht dabei
In diesem Jahr beteiligt sich auch die Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle an der Museumsnacht.
In der Hochschulgalerie im Volkspark können die Besucher auch zu nächtlicher Stunde eine Ausstellung mit Arbeiten des bekannten Bildhauers Werner Pokorny und neun seiner ehemaligen Studentinnen und Studenten an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart sehen.
Die Eintrittskarte für die am Programm beteiligten Museen, Galerien und Sammlungen gilt auch als Fahrschein für die regulären Verkehrsmittel in beiden Städten sowie für den regionalen Verkehr zwischen Halle und Leipzig, auch auf den Sonderlinien zur Museumsnacht.

Stiftung Moritzburg Halle
Halle. StM. Zur Museumsnacht Halle & Leipzig am Samstag, dem 24. April begrüßt die Stiftung Moritzburg ihre Gäste mit einem unterhaltsamen, bunten Programm, das dem Thema "Maler, Musen und Modelle" gewidmet ist. Von 18 Uhr bis 20 Uhr gehört der Burghof den kleinen Besuchern. In der Puppenwerkstatt Mona Lisa können sich Kinder im Bau von Stabpuppen, Anziehpuppen oder Accessoires versuchen.
Ab 20.00 Uhr begleitet das Antje Frenck Quartett die Museumsnacht auf dem Hof der Moritzburg mit Smouth-Jazz, Jazz-Standards und Klassikern der Pop-Musik. Die Improvisationstheater Kaltstart aus Halle und Herzsprung aus Magdeburg laden zu Szenen und Walk Acts ein. Führungen im Museum widmen sich den Frauendarstellungen berühmter Künstler und um 23 Uhr entscheidet das Los einer Tombola, welchem schönen Frauenbildnis die meisten Stimmen gegeben wurden.
Der Museumsladen lädt zu einem Sonderverkauf von Katalogen und einer Auswahl qualitätvoller Eigenprodukte zu günstigen Preisen ein und das MoritzKunstCafé bietet Herzhaftes vom Grill, hausgemachte Kuchen und Torten sowie Bier vom Fass, Weine aus der Region und Obstsäfte in reicher Auswahl.
Das Museum ist am Samstag auch tagsüber von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Eintrittskarten und Programmhefte für die Museumsnacht sind an der Kasse erhältlich.

Kunstverein "Talstrasse" e.V. Halle
Halle. KVT. Auch in diesem Jahr nimmt der Kunstverein "Talstrasse" e.V., Talstraße 23, in Halle an der Museumsnacht in Halle und Leipzig teil. Ein besonderes Ereignis ist die Buchpräsentation des Buches "Chic im Osten" des BuchVerlags für die Frau.
Die Autorin des Buches, Ute Scheffler, lädt zu einer unterhaltsamen und erstaunlichen Zeitreise durch 40 Jahre Modegeschichte im ehemals zweiten deutschen Staat ein und trifft dabei nicht nur auf die Modemacher, Produzenten, Designer und Moderedakteure dieser Zeit, sondern lässt auch jene zu Wort kommen, die auf der Suche nach einem einmaligen Brautkleid, einer "echten" Jeans oder einfach nur einem schicken und passendem Rock waren.
Das Versandhausangebot der 1970er Jahre, Exquisit-Kollektionen der Achtziger, anspruchsvolle Mode der Häuser "Bormann" oder "Lucie Kaiser" werden im Buch vorgestellt. Reich bebildert und mit vielen erstaunlichen Fundstücken (vor allem aus privaten Archiven) zeigt dieses Buch, dass Mode in der DDR besser war als ihr Ruf - ein Kult-Titel, der Legendäres aus 40 Jahren Mode-Zeitgeschichte amüsant und erstmalig in dieser Form aufgearbeitet hat.

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU)
Wenn „Halzig & Leiple“ am 24. April 2010 seine zweite Auflage erfährt, hält auch die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) von 18 bis 1 Uhr attraktive Angebote für Nachtschwärmer bereit. Die Türen weit geöffnet haben an der MLU:

Die Zoologische Sammlung am Domplatz 4 bietet in der Museumsnacht Rundgänge durch die Schaumagazine. Die Besucher können sich auf eine Reise durch die tiergeographischen Regionen der Erde begeben und lernen so die unterschiedlichsten Tierarten kennen. Eine Besonderheit zur Museumsnacht stellt hier die kleine Sonderausstellung „Insekten; die artenreichste Tiergruppe“ dar.

Die Zentrale Kustodie erwartet ihre Besucher im klassizistischen Hauptgebäude der MLU (Universitätsplatz 11), das prunkvolle historische Räumlichkeiten wie das Museum, die Schatzkammer zur 500-jährigen Universitätsgeschichte, den Sessionssaal und die im neopompeijanischen Stil ausgestaltete Aula beherbergt. Um 18 Uhr erklingt hier ein Festkonzert „Der Schüler ehrt seinen Lehrer“ anlässlich des 350. Geburtstages von Professor Friedrich Hoffmann. Der Kustos Dr. Ralf-Torsten Speler hält um 19 Uhr im historischen Sessionssaal einen Vortrag „Friedrich Hoffmann und seine Professorenkollegen in den Gelehrtenbildern der Kunstsammlung der Universität“. Außerdem werden Führungen durch die beiden Sonderausstellungen „Hallesche Helden der Heilkunst“ und „Goethe und die Universität zu Halle“ sowie durch das Universitätshauptgebäude mit Besichtigung der Schatzkammer, der Aula, des Historischen Sessionssaals und des Historischen Hörsaals angeboten.

Ebenfalls Führungen gibt es auf dem Weinberg-Campus am Von-Seckendorff-Platz 3, wo die Vielfalt des Geologischen Gartens lockt: Über 120 Steine mit einem Gesamtgewicht von mehr als 300 Tonnen sind hier zu besichtigen. Sie reichen von Exponaten aus dem Kupferschiefer über Kontaktgestein des Meteoriteneinschlages bei Nördlingen bis hin zu Bausteinen des Kölner Doms.

Auch der Botanische Garten lädt zu Sonderführungen in eine 4,5 Hektar große, grüne Oase ein. Auf einer botanischen Reise rund um den Erdball können etwa 12.000 verschiedene Pflanzenarten bestaunt oder die 1788 erbaute Universitäts-Sternwarte besucht werden.

Im Archäologischen Museum der MLU vermittelt ein breites Spektrum von Kunsterzeugissen und Gebrauchsgegenständen in Originalen und Nachbildungen einen Eindruck von der Entwicklung der Kulturen des alten Griechenlands, Roms und Ägyptens.

Im Museum für Haustierkunde „Julius Kühn“ in der Adam-Kuckhoff-Straße 35 gibt es zur Museumsnacht die Sonderausstellung „Das Kaninchen“ anlässlich der Wahl vom „Meißner Widder“ zur gefährdeten Nutztierrasse des Jahres 2010. Besucher können einen Einblick in die Rassevielfalt und Variation dieser Tierart erhalten und außerdem Präparate weiterer landwirtschaftlicher Nutztiere betrachten.

Stadtmuseum Halle - Christian-Wolff-Haus
Die für die Museumsnacht am 24. April 2010 geplante Aufführung im Papiertheater „Christian Wolff und Voltaire philosophieren“ im Christian-Wolff-Haus, Große Märkerstraße 10, muss wegen der Erkrankung des Mitspielers und Kurators der Ausstellung, Prof. Josef Walch, auf Freitag, den 30. Mai 2010, verschoben werden.
Stattdessen stellen Cornelia Zimmermann, Kuratorin am Christian-Wolff-Haus, und Uta Forner, Museumspädagogin am Christian-Wolff-Haus, zur Museumsnacht, jeweils um 20 Uhr und 22 Uhr, Ereignisse und Begegnungen um den Philosophen Christian Wolff unter dem Titel „Christian Wolff und Voltaire - Belehrendes und Amüsantes am Papiertheater“ vor der Kulisse des Papiertheaters vor.
Zu den Begegnungen zählen der „Hällische Streit“, welcher schließlich zur Ausweisung Wolffs aus Preußen führte und das Treffen Wolffs mit Voltaire in Halle, was die beiden Philosophen unter ungewöhnlichen Umständen zusammenführte. Es handelt sich um die Vorstellung von musealen Forschungsergebnissen im Rahmen des Landesprojektes der Museen „Sachsen-Anhalt und das 18. Jahrhundert“.
Um 21.00 Uhr lädt das Stadtmuseum zu einer Lesung mit Bürger Lars Dietrich „Schlecht Englisch kann ich gut. Eine freie deutsche Jugend“ ein .
Witzig und selbstironisch erzählt Bürger Lars Dietrich von seiner Jugend und schildert zugleich die Erfahrungen der letzten Generation, die noch im Arbeiter- und Bauernstaat aufwuchs. Wie übernimmt man als DDR-Jugendlicher in den achtziger Jahren die amerikanische Hip-Hop-Kultur, wenn einem dazu eigentlich alle Mittel fehlen? Das Breakdancen bringt sich der damals 12-jährige Lars Dietrich selber vor dem Spiegel bei. Und aus Mangel an Sprühdosen zeichnet er Graffiti mit Farbe und Pinsel an Häuserwände. Sein Traum: eine Karriere als Rapper. Doch kurz vor der Wende beginnt er, klassisches Ballett zu studieren.
Im Anschluss an die Lesung besteht die Möglichkeit das Buch zu erwerben und von Bürger Lars Dietrich signieren zu lassen. Die Signierstunde geschieht mit freundlicher Unterstützung der Thalia Buchhandlung am Markt, Halle. Die Karte der Museumsnacht gilt auch als Eintritt zur Lesung.

Busshuttle zur 11. Halleschen Museumsnacht
Halle. Havag. Am Samstag, 24. April 2010 findet die diesjährige Museumsnacht statt und zwischen 17:30 und 01:30 Uhr werden zwei Busshuttle im 30 Minuten-Takt eingerichtet. Die Fahrgäste werden gebeten, auf die Beschilderung "Museumsnacht" zu achten.

Fahrtroute Busshuttle 1:
Hauptbahnhof/Haltestelle in der Delitzscher Straße unter den westlichen Bahnhofsbrücken - Delitzscher Straße - Freiimfelder Straße - Berliner Straße - Paracelsusstraße - Wolfensteinstraße - Große Brunnenstraße - Burg Giebichenstein - Kröllwitzer Straße - Wendefahrt über Senffstraße - Lettiner Straße - Talstraße - Burg Giebichenstein - Burgstraße - Neuwerk - Moritzburgring - Universitätsring - Hansering - Am Leipziger Turm - Franckestraße - Hauptbahnhof/Haltestelle in der Delitzscher Straße unter den westliche Bahnhofsbrücken
Es werden folgende Haltestellen für den Busshuttle 1 eingerichtet und bedient:
Hinfahrt: Hauptbahnhof, Betriebshof Freiimfelder Straße, S-Bahnhof Steintorbrücke, Wasserturm-Nord/Ecke Paracelsusstraße, Burg Giebichenstein, Talstraße
Rückfahrt: Talstraße, Volkspark, Moritzburgring/Höhe Friedemann-Bach-Platz, Universitätsring/Höhe Löwengebäude, Hansering zwischen Rathausstraße und Eingang Landgericht, Hauptbahnhof

Fahrtroute Busshuttle 2:
Hauptbahnhof/Haltestelle in der Delitzscher Straße unter den westlichen Bahnhofsbrücken - Delitzscher Straße - Schönnewitzer Straße - Äußere Leipziger Straße - Delitzscher Straße - Grenzstraße - Reideburger Straße - Freiimfelder Straße - Delitzscher Straße/Hauptbahnhof/Haltestelle in der Delitzscher Straße unter den westlichen Bahnhofsbrücken.
Es werden folgende Haltestellen für den Busshuttle 2 eingerichtet und bedient:
Hinfahrt: Hauptbahnhof, Genscherhaus in der Schönnewitzer Straße
Rückfahrt: Genscherhaus in der Schönnewitzer Straße, Hauptbahnhof

Zusätzliche Nahverkehrsangebote der Deutschen Bahn während der 11. Museumsnacht in Halle (Saale) und Leipzig
Leipzig. DB. Die Deutsche Bahn erweitert während der Museumsnacht in Halle (Saale) und Leipzig am 24. April ihr Sitzplatzangebot in Nahverkehrszügen.
Die Züge der Regional-Express-Linie RE 5 Leipzig Hbf-Leipzig Messe-Leipzig/Halle Flughafen-Halle (Saale) Hbf fahren stündlich mit vier Doppelstockwagen.
Unter dem Motto "Schöne Nachbarin" geht die gemeinsame Museumsnacht von Halle (Saale) und Leipzig in die zweite Runde. In diesem Jahr präsentieren sich insgesamt 69 Museen und Sammlungen in beiden Städten.

Die Eintrittskarte zur Museumsnacht gilt am 24. April von 16.00 Uhr bis 3 Uhr des Folgetages als Fahrschein in der S-Bahn und im Regional-Express zwischen Halle (Saale) und Leipzig sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln in beiden Städten. Die Eintrittskarte ist an allen Vorverkaufsstellen in Halle (Saale) und Leipzig für acht Euro, ermäßigt für sechs Euro oder mit Pass für vier Euro, erhältlich (Passinhaber sind: Halle-Pass, Leipzig-Pass und Familien-Pass).

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